1932

Am 01.10.1965 trat Edward Kersting in die Olsberger Hütte ein und löste Hans Everken als geschäftsführenden Gesellschafter ab. Edward Kersting ist der Stiefsohn von Hans Hövener und kam als Elektro-Ingenieur von der Duisburger Kupferhütte zur Olsberger Hütte.
Unter seiner Führung kam es zu einer Aufbruchsstimmung in allen Bereichen des Unternehmens, die ihm schnell den liebevollen Beinamen „Hüttenboss“ einbrachte.
Mit der sich andeutenden Energiekrise deutete sich auch das Ende der kohle- und ölbefeuerten Einzelheizgeräte an. Die Zeit der Elektrospeicherheizgeräte begann.
Mit dem Beginn der Serienfertigung dieser für das Unternehmen bis dahin fremden Technologie konnte sich Olsberg ein neues Marktsegment erschließen und gleichzeitig von der Monostruktur der Gussgeräte lösen. Olsberg entwickelte sich zu einem der bedeutenden Anbieter dieser Geräte, die auch heute noch in Nischenmärkten weltweit vertrieben werden.
Weitere Meilensteine in seiner Zeit als geschäftsführender Gesellschafter waren der Erwerb der Warsteiner Eisenwerke und die Übernahme der Glockengießerei Junker in Brilon, die dann später zur Handformgießerei in Olsberg ausgebaut wurde.
Darüber hinaus übernahm Olsberg die Firma Jotul-Esch sowie kurz nach der Wiedervereinigung die Ofen- und Herdfabrik Rathenow sowie die Gießerei- und Ofenbau Königshütte im Oberharz.
1998 wurde die Mehrheitsbeteiligung an der Firma Fireplace Kft. In Ungarn erworben.
In der Gießerei wurde die Produktion von Ofengussteilen aufgegeben. Es erfolgte die Neuausrichtung auf anspruchsvolle kernintensive Grau – und Sphärogussteile für die Investitionsgüterindustrie.
Edward Kersting war aber nicht nur Unternehmer. Er unterstützte die örtlichen Vereine ebenso wie er Verantwortung in wichtigen Funktionen der regionalen und überregionalen Wirtschaft übernahm. So führte er über 25 Jahre den regionalen Unternehmensverband der Metall- und Elektroindustrie.

Am 31.3.2000 beendete Edward Kersting seine operative Tätigkeit im Unternehmen und wechselte in den Beirat.