Minister Duin zu Gast bei Olsberg
 

NRW-Wirtschaftsminister bei Weltmarktführer Olsberg

20.08.2013

  • Garrelt Duin lobt Innovationslust und diversifiziertes Geschäftsmodell
  • Unternehmen müssen international wettbewerbsfähig bleiben

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Olsberg. NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin hat auf seiner Sommerreise zu den Weltmarktführern in Südwestfalen die Firma Olsberg besucht. Olsberg war vor kurzem in das Verzeichnis der „Weltmarktführer und Bestleistungen der Industrie aus Südwestfalen“ aufgenommen worden, das von den Industrie- und Handelskammern Arnsberg, Hagen und Siegen herausgegeben wird. Das traditionsreiche Familienunternehmen verfügt über das größte Sortiment an raumluftunabhängigen Kaminöfen und ist in diesem Segment seit einigen Jahren der absatzstärkste Anbieter weltweit. Bei raumluftunabhängigen Kaminöfen wird die Luft, die für den Verbrennungsprozess benötigt wird, durch einen separaten Anschluss außerhalb der Gebäudehülle angesaugt.

Ihren ersten raumluftunabhängigen Kaminofen „Mayon“ brachte die Firma Olsberg bereits 2004 auf den Markt und gehörte damit zu den Pionieren dieser Produktsparte. Neben der ausgereiften Verbrennungstechnologie in Form der patentierten Wirbelbrennkammer kennzeichnet dabei vor allem das patentierte Türschließsystem, das den Brennraum dauerhaft abdichtet und geräuscharm schließt, die designorientierten Produkte des Familienunternehmens. Zum breiten Sortiment zählen ferner wassergeführte Kaminöfen, die in Niedrigenergiehäusern zu einem großen Anteil die Wärmeversorgung mit übernehmen können.

Für Dr. Volker Schulte, Technischer Leiter bei Olsberg, gibt es eine einfache und einleuchtende Erklärung für den besonderen Erfolg der raumluftunabhängigen Kaminöfen: „Mit diesen Produkten haben wir schon vor rund 10 Jahren die Themen von Morgen erkannt; heute zahlt sich dieses Trendsetting für uns aus.“

Während seines Betriebsrundgangs durch die Gießerei und Feinblechverarbeitung informierte sich der Wirtschaftsminister im Detail über die Wettbewerbs- und Standortbedingungen des energieintensiven Unternehmens. Ralf Kersting, geschäftsführender Gesellschafter Olsbergs, machte deutlich, dass ohne weitreichende Investitionen in Anlagen und Prozesse, aber auch die Teilbefreiung von der EEG-Umlage, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Gießerei nicht mehr gegeben sei. Wirtschaftsminister Duin erkundigte sich ebenfalls über die mögliche Bedeutung von Elektro-Wärmespeichern in Kombination mit der Windkraft und Photovoltaik. Aus Sicht des Unternehmens könnte mithilfe dieser Technologie der aktuell stark volatile Strom aus Windkraft- und Photovoltaikanlagen gespeichert werden – dies wäre ein wichtiger Beitrag zur Netzstabilität und Verbesserung der C02-Bilanz.

„Es ist immer wieder verblüffend, wie viel Hightech, Innovationslust und Erfolgshunger in den Unternehmen in Südwestfalen stecken“, sagte NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin nach dem Betriebsrundgang und fügte an: „Um diese Erfolgsgeschichten fortschreiben zu können, brauchen die Unternehmen aber auch in der Zukunft Planungssicherheit und die Chance zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Wenn man da bedenkt, dass Gießereien im Ausland ihr Eisen schon heute deutlich preiswerter einschmelzen können, als deutsche Gießereibetriebe, dann wird klar, wie entscheidend beispielsweise die Teilbefreiung von der EEG-Abgabe sein kann. Das muss auch uns in der Politik allen klar sein.“


Über die Firma Olsberg
Die Firma Olsberg ist Hersteller sowohl für Industrieprodukte aus Eisenguss und Feinblech wie auch Spezialist für die Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien auf der Basis von Scheitholz und Pellets. Olsberg gehört mit seiner weit über 430 jährigen Geschichte zu den ältesten Familienunternehmen Deutschlands und beschäftigt heute 480 Mitarbeiter. Die für die Investitionsgüterindustrie gefertigten Gießerei-Produkte finden sich in Robotern, elektronischen Antriebslösungen, der Wasserversorgung oder auch Baumaschinen wieder. Die Feinblechprodukte werden sowohl für Markenartikler wie WMF, Stiebel-Eltron, Vaillant oder AEG gefertigt wie auch bei elektrischen Heizsystemen unter der eigenen Marke vertrieben. Mit Kamin- und Pelletöfen werden unter den Markennamen „Olsberg“ der Fachhandel und „Fireplace“ die Baumärkte beliefert. Das Unternehmen hat Produktionsstandorte in Olsberg, Brilon, Königshütte sowie im Rahmen einer Mehrheitsbeteiligung in Ungarn. Eine weitere Tochtergesellschaft in Japan vertreibt die elektrischen Heizsysteme sowie Kamin- und Pelletöfen.