FAQ - Aircom Zentral

Hier finden Sie eine Auswahl der häufig gestellten Fragen zu unserem Modell Aircom Zentral

Wird der Einbau des AirCom Zentral gefördert?

Es gibt verschiedene Landesprogramme, die den Einbau der Geräte mit direkten Zuschüssen fördern. Weiterhin stellt die KfW direkte Zuschüsse sowie zinsverbilligte Darlehen zur Verfügung.

Der Fördersatz bei dezentralen Anlagen beträgt 20 % und ist bei 1000 € pro Wohneinheit beschränkt.
Die ganz individuelle Fördersituation erhalten Sie unter www.foerderdata.de

Warum sollte ich überhaupt ein Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung einsetzen?

Ein ausreichender Luftwechsel ist für das Wohlbefinden der Menschen in Gebäuden eine unabdingbare Voraussetzung. Doch eine ausreichende Belüftung ist auch notwendig, um
Bauschäden durch Schimmelpilzbildung vorzubeugen, die insbesondere nach Sanierungsmaßnahmen mit einer starken Abdichtung der Gebäude immer wieder auftreten.
Fensterlüftung allein genügt nur dann, wenn sie wirklich regelmäßig und korrekt durchgeführt wird. Die Wärmeverluste durch Fensterlüftung sind jedoch erheblich. Mit der Wärmerückgewinnung des AirCom Zentral können bis zu 70 % der in der Raumluft enthaltenen Wärme wieder zurück gewonnen und so eine deutliche Energieeinsparung erzielt werden.

Beeinflusst das Lüftungsmodul das Heizungsmodul oder umgekehrt?

Nein! Beide Systeme sind zwar in einem Gehäuse untergebracht, beeinflussen sich gegenseitig aber nicht. Einstellungen zur Raumlüftung werden links am Gerät, Einstellungen zur Raumtemperierung werden rechts am Gerät vorgenommen.

Hat das Gerät auch eine Kühlfunktion?

Nein, dazu wäre eine Kältemaschine erforderlich, die nicht eingebaut ist. Jedoch kann bei kühlen Sommerabenden das Gerät nur auf Frsichluft-Betrieb gestellt werden. Dann läuft nur der Frischluft-Ventilator und transportiert kühle saubere Außenluft in den Raum.

Wie laut ist das Gerät im Betrieb?

Um die Geräusche der Ventilatoren so gering wie möglich zu halten, sind diese im Lüftungsteil gedämmt eingebaut. Dennoch lässt es sich nicht vermeiden, dass Geräusche im Aufstellraum zu hören sind. Diese Geräusche sind abhängig von der Lüfterdrehzahl. Bei Raumgrößen von 15 – 30 m² werden die Geräte in Lüfterstufe 1 – 3 betrieben, dies entspricht einem Schalldruckpegel von 26 – 37 dB(A). Bei der Lüfterstufe 6 (Stoßlüftung) liegen die Geräusche bei 48 dB(A).
Zum Vergleich: ein Blätterrauschen nimmt man am Ohr mit 10 dB, ein sehr ruhiges Zimmer mit 20 – 30 dB und einen sprechenden Menschen (normale Unterhaltung) im Abstand von 1m mit 40 – 60 dB wahr (Quelle: Wikipedia).

Kann Regenwasser von außen ins Gerät und dann ggf. in die Wohnung eindringen?

Nein, den Abschluss der Luftleitungsrohre bilden engmaschige Gitter mit Regenabweislamellen. Die Luftleitungsrohre werden mit einem Gefälle von ca. 2 – 3 % nach außen in der Gebäudewand eingebaut.

Muss zusätzlich Fensterlüftung durchgeführt werden?

Bei einer normalen Belastung der Raumluft ist ein Luftwechsel von 0,25 – 0,5 ausreichend (hygienische Mindestluft-Wechselrate liegt bei etwa 0,3/h). Das bedeutet, dass ein Lüftungsgerät bei normalem Betrieb den Luftwechsel für eine Raumgröße von ca. 30 m² (bei einer Höhe von 2,5 m = 75 m3) vornimmt. Sollten größere Räume belüftet werden, müssen weitere Geräte installiert werden. Wenn also die Raumgröße und die Anzahl der Geräte aufeinander abgestimmt sind, ist keine Fensterlüftung mehr notwendig.

Fällt Kondensat an und wohin wird es abgeleitet?

Kondenswasser kann sich je nach Betriebsbedingung im Wärmetauscher bilden. Dieses Kondenswasser verdunstet größtenteils wieder, kann sich jedoch auch in der Kondensatwanne ansammeln. Die angesammelte Menge wird über eine Schwimmerkugel im Schauglas außen am Gerät angezeigt. Die Kondensatwanne muss dann von Hand mit dem angeschlossenen Ablaufsschlauch entleert werden.

Kondenswasser, das mit der Fortluft ausgetragen wird, tropft normalerweise über eine Abtropfkante des Lüftungsgitters ab. Je nach Windverhältnissen kann nicht ausgeschlossen werden, dass diese Tropfen an die Hauswand anschlagen können.

Kann der Wärmetauscher vereisen?

Theoretisch ja, jedoch nur bei sehr feuchter Luft im Rauminnern und sehr kalten Außentemperaturen, was sehr selten vorkommt. Normalerweise ist die Luft umso trockener je kälter es ist. Sollte der Wärmetauscher einmal Eis ansetzen, so sorgt ein Thermostat für eine automatische Abtauung. Dabei wird der Frischluft-Ventilator kurzzeitig abgeschaltet und der Fortluftventilator läuft allein weiter. Dadurch erwärmt sich der Wärmetauscher sehr schnell und das Eis taut ab.

Warum sind zwei Außenluftanschlüsse pro Gerät erforderlich?

Nur durch den großen Abstand zwischen Frischluft und Fortluft ist sichergestellt, dass sich Frischluft und verbrauchte Luft an der Außenwand nicht sofort wieder mischen. Bei „Einlochlösungen“ kann dies aufgrund der geringen Temperaturdifferenz zwischen den einzelnen Luftströmen nicht gewährleistet werden. Wie Praxistests bewiesen haben, kann dies auch nicht mit entsprechenden Luftlamellen dauerhaft sichergestellt werden.

Können bei niedrigen Außentemperaturen Zug-Erscheinungen auftreten?

Nein, die durch den Wärmetauscher vorgewärmte Frischluft wird direkt unter den Wasserradiator geleitet. Die Luft strömt an den Lamellen des Radiators vorbei und wird dabei aufgewärmt.

Wie viele Rohrbögen und welche Rohrlängen dürfen verwendet werden?

Kann der Außenluftanschluss nicht mittels gerader Luftleitungsrohre hergestellt werden, so dürfen jeweils 2 Bögen à 90° bei einer Gesamtleitungslänge von jeweils 1 m vorgesehen werden. Bei noch mehr Bögen bzw. längeren Luftleitungsrohren würde der Luftwiderstand zu groß.

Gibt es eine Montageschablone für Zu- und Abluft bzw. Heizungsvor- und Rücklauf?

Die mitgelieferte Wandanschlussleiste ist gleichzeitig eine Montageschablone. Ebenso stehen Zeichnungen zur Verfügung, aus denen die genauen Maße für diese Anschlüsse ersichtlich sind.

Kann das Gerät auch extern angesteuert werden? (z.B. Zeitschaltuhr)

Das Gerät wird über eine Steckdose angeschlossen. Hier können Zeitschaltuhren, Funkzeitschaltuhren aber auch andere Aktoren vorgesehen werden, die wiederum von speziellen Sollwertgebern, wie z.B. einer automatischen CO2 Ampel angesteuert werden können (Bussystem).

Die Betriebsart „nur Zuluft“ oder „Wärmerückgewinnung“ sowie die Lüfterdrehzahl kann nur am Gerät selbst eingestellt werden und ist über andere Sollwertgeber nicht regelbar. Bei mehreren Geräten in einem Raum empfehlen wir eine zentrale (Funk)-Zeitschaltuhr die auf mehrere Steckdosenempfänger wirkt.

Besitzt das AirCom Zentral eine Zulassung?

Ja, das AirCom Zentral wurde einer ausgiebigen Sicherheits- und Funktionsprüfung beim TÜV-Süd unterzogen. Dabei wurden z.B. die Dichtigkeit und der Wärmerückgewinnungsgrad gemessen. Nachdem alle Auflagen erfüllt und die hohen Maßstäbe eingehalten wurden, erhielt das AirCom Zentral die „Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung“ mit der Zulassungsnummer: Z-51.3-155 vom Deutschen Institut für Bautechnik in Berlin (DIBT).

Wie wird der notwendige Luftaustausch ermittelt?

Gesunde Raumluft ist in der Regel dann vorhanden, wenn sie im Wesentlichen der Außenluftqualität entspricht. Je mehr Personen sich in einem Raum befinden und je mehr Aktivitäten diese entwickeln umso belastender wird die Raumluftqualität, bzw. umso intensiver muss die Raumluft durch Frischluft ersetzt werden. Der Atemluftstrom eines Menschen liegt je nach Tätigkeit zwischen 0,3 bis 0,8 m³/h. Parallel zur Zunahme der Kohlendioxidkonzentration in der Luft von Aufenthaltsräumen nehmen auch die Humangeruchsstoffe im Gleichklang zu. Beides kann Kopfschmerzen, Benommenheit sowie ein verringertes Leistungsvermögen zur Folge haben. Im Gegensatz zu gewerblich genutzten Räumen gibt es für Privaträume keine gesetzlich festgeschriebenen Grenzwerte. Allgemein kann jedoch ein 0,25 bis 0,5-facher Luftwechsel pro Stunde empfohlen werden. Dies entspricht bei einem Raumvolumen von 80 m³ (B 4,0 x L 8,0 x H 2,5 m) einem Luftvolumen von ca. 20 bis 40 m³/h.

Besonderes Beispiel, dass Rauchern zu denken geben sollte:
Die Verunreinigungslast von Raumluft wird in „olf“ (olf ist die Luftverunreinigung, die ein Mensch bei Aktivitätsstufe I abgibt) gemessen. Eine ruhende Person produziert 1 olf, ein schwer arbeitender Mensch produziert 2 olf, ein Raucher produziert im Durchschnitt 6 olf, ein Raucher beim Rauchen produziert 25 olf. Ein einziger Raucher beim Rauchen belastet somit einen Raum genau so stark wie 25 ruhende Personen im gleichen Raum.

Verunreinigungslast von Personen

Tätigkeit olf
Aktivitätsstufe I 1,0
Aktivitätsstufe II 1,5
Aktivitätsstufe III 2,0
Aktivitätsstufe IV 2,5
Raucher beim Rauchen 25
Raucher im Durchschnitt 6

Wie stelle ich den notwendigen Luftaustausch ein?

Mittels eines Drehschalters kann die Luftmenge von 20 bis 60 m³/h stufenlos eingestellt werden. Mit einem zweiten Drehschalter kann das Gerät auf „nur Zuluftbetrieb“ umgeschaltet oder aber auch komplett ausgeschaltet werden.

Warum kann das AirCom Zentral ein Luftvolumen von bis zu 60 m³/h austauschen?

Wie unter dem Punkt „Wie wird der notwendige Luftaustausch ermittelt“ beschrieben, reichen in der Regel geringe Luftvolumenströme aus, um die notwendige Luftqualität dauerhaft zu gewährleisten. Um aber auch Stoßlüftungen in kurzer Zeit vornehmen zu können, wurden bewusst sehr leistungsstarke Ventilator vorgesehen.

Wie funktioniert das Gerät, wenn starker Wind auf die Außenwandanschlüsse drückt?

Generell sollte bei der Installation der Geräte darauf geachtet werden, dass diese nach Möglichkeit nicht auf der Wetterseite eingebaut werden. Wenn dies nicht vermieden werden kann, ist es bei starken Windverhältnissen erforderlich, die Lüfterdrehzahl zu erhöhen, um ausreichend Gegendruck über den Fortluftventilator aufzubauen. Bei extrem starkem Wind kann das Gerät an seine Grenzen gelangen, was den Lüftungsbetrieb ausschließt. In diesen Fällen empfiehlt es sich das Gerät auszuschalten und den Schieber zu schließen.

Wo liegt der Vorteil gegenüber zentralen Lüftungsanlagen?

Ein großer Vorteil von dezentralen Geräten liegt darin, dass keine aufwändigen Rohrleitungssysteme durch das Gebäude verlegt werden müssen. Auch die Hygiene dieser Rohrleitungen ist nur mit entsprechendem Aufwand zu gewährleisten. Dagegen sind die zwei Mauerdurchbrüche des AirCom Zentral einfach herzustellen. Auch das Säubern der
Rohrleitungen ist dank der leichten Demontage des Lüftungsmoduls kinderleicht selbst durchzuführen. Weiterhin sind die Anschaffungskosten geringer und es wird kein Technikraum benötigt. Durch die einmalige Kombination von Lüftungsgerät und Radiator ist es gelungen Heizen und Lüften kompakt und optisch ansprechend im Wohnraum zu integrieren.

Ich habe Schimmel in den Zimmerecken. Kann das AirCom Zentral diese Schimmelbildung beseitigen?

Bei bereits bestehendem Schimmel muss dieser zuerst einmal gründlich entfernt werden. Danach müssen Sie die Ursache des Schimmels ergründen. Dringt Feuchtigkeit von außen durch die Fassade, oder dringt die Feuchtigkeit über das Grundwasser in das Mauerwerk ein oder gibt es undichte Rohrleitungen, die für die feuchten Wände verantwortlich sind? Solche Ursachen müssen unbedingt abgestellt werden. Schimmel entsteht allerdings häufig auch durch falsches oder zu geringes Lüften. Hier kann das AirCom Zentral Abhilfe schaffen und ist in jedem Fall die richtige Wahl. Durch den Betrieb wird gewährleistet, dass ausreichend Frischluft in die Wohnräume gelangt. Gleichzeitig schützen Sie die Umwelt, da das AirCom Zentral bis zu 70% der Wärme aus der Abluft zurückgewinnt.

Beim Fensterlüften stören mich die lauten Außengeräusche. Kann das AirCom Zentral hier Abhilfe schaffen?

Ja, da das Lüftungsmodul gedämmt ist und somit auch die Außengeräusche draußen bleiben. Im Lüftungsbetrieb wird eine Geräuschquelle außerhalb des Gebäudes um 17 dB und bei geschlossenem Schieber (keine Lüftung) um 25 dB abgedämpft.

Wird die Zuluft gefiltert?

Es ist sowohl ein Zuluftfilter als auch ein Abluftfilter eingebaut. Die Filter entsprechen der Filterklasse F5 nach DIN EN 779 (alte Bezeichnung EU 5). Diese Filter scheiden Staubpartikel und Pollen > 5 μm ab.

Wie oft müssen die Filter gewechselt werden?

Die Belegung der Filter ist von der Luftqualität und dem Lüftungsverhalten des Betreibers abhängig. Wenn das Gerät im Dauerbetrieb gefahren wird und die Luft stark belastet ist, kann dies alle 3-6 Monate nötig werden. Aus diesem Grund ist ein akustisches Signal integriert, dass den Betreiber nach 2000 Betriebsstunden an den Filterwechsel erinnert. Aber auch unter normalen Bedingungen sollten die Filter mindestens einmal jährlich gewechselt werden.

Ich habe eine Hausstauballergie. Wird sich meine Wohnqualität verbessern, wenn ich mit dem AirCom Zentral lüfte?

Sie werden sich wundern, was schon nach kurzer Zeit sichtbar in den Filtern abgeschieden wird. All diese Pollen und Staubpartikel sind bisher ungehindert in Ihren Wohnraum gelangt. Somit ist es keine Frage, dass dies eine Verbesserung für Sie ist. Natürlich gibt es noch andere Quellen für den Hausstaub, der durch den Einsatz des AirCom Zentral nicht erfasst wird, trotzdem ist Lüften mit dem AirCom Zentral ein wichtiger Baustein für alle Allergiker.

Erziele ich mit dem AirCom Zentral auch eine Energieeinsparung?

Ja, dass ist der Vorteil dieses Systems. Es wird nicht nur verbrauchte Luft gegen Frischluft ausgetauscht, sondern der verbrauchten Luft wird im Kreuzstromwärmetauscher die Wärme entzogen und automatisch der Frischluft zugeführt. Dies ist völlig anders als bei konventionellen Abluftsystemen. Der Kreuzstromwärmetauscher kann dabei bis zu 70 % der Wärme zurückgewinnen.

Ist die Heizleistung des Wasserradiators geringer, da er in einem Gehäuse eingebaut ist?

Ohne Lüftungsbetrieb ist die Wärmeabgabe tatsächlich etwas geringer als bei einem freistehendem Radiator. Sobald aber Luft mittels des Zuluftventilators unter den Radiator geleitet wird, ist die Wärmeabgabe sogar größer.

Kann die Wärmeabgabe des Radiators weiterhin mit Verdunster-Röhrchen oder elektronischen Heizkostenverteilern gemessen werden?

Nein, aufgrund der Zwangsanströmung des Radiators würden Verdunstungsröhrchen bzw. elektronischen Heizkostenverteiler falsche Verbrauchswerte anzeigen. In diesen Fällen empfehlen wir den Einbau von Wärmemengenzählern, mit denen eine präzise Verbrauchsabrechnung vorgenommen werden kann.

Die Heizleistung eines AirCom Zentral reicht nicht aus, was kann ich machen?

Das AirCom Zentral gibt es in 4 verschiedenen Gerätegrößen, wobei das Lüftungsmodul immer gleich bemessen ist, nur der Heizkörper sich in seiner Größe verändert.

Reicht selbst der größte Heizkörper nicht aus, um den Wärmebedarf eines Raumes abzudecken und ist ein zweites AirCom Zentral aus Lüftungsgründen nicht erforderlich, so besteht die Möglichkeit Leergehäuse vorzusehen, in denen nur ein Heizkörper ohne ein Lüftungsmodul eingebaut ist. Auf diese Lösung kann auch dann zurückgegriffen werden, wenn aus optischen Gründen zwei gleich aussehende Heizkörper im Raum eingebaut werden sollen.

Darf ein AirCom Zentral gemeinsam mit Kaminöfen / Pelletöfen betrieben werden?

Es gibt zwei verschiedene Feuerstättenarten, raumluftabhängige und raumluftunabhängige Feuerstätten. Raumluftunabhängige Feuerstätten können ohne jede Einschränkung gemeinsam mit dem AirCom Zentral betrieben werden. Bei raumluftabhängigen Feuerstätten sind ggf. zusätzliche Sicherheitseinrichtungen, wie z.B. Fensterverriegelung etc, erforderlich. Dies gilt auch für den gemeinsamen Betrieb von Dunstabzugshauben. Fragen Sie hierzu Ihren Bezirksschornsteinfegermeister, da ggf. erforderliche Sicherheitseinrichtungen von den räumlichen Gegebenheiten vor Ort abhängen.

Welche Heizleistung hat der Radiator, wenn die Lüftung abgeschaltet ist?

Sie dürfte geringfügig unter der angegebenen Leistung liegen. Die Leistung mit Luftvolumenstrom wird geringfügig höher als angegeben liegen.

Die Lüftungsintensität – deren Auswirkung auf die Luftqualität und deren Berechnungsmethoden
Dipl.-Ing. Eberhard Paul, Paul Wärmerückgewinnung GmbH, August-Horch-Straße 7,
08141 Reinsdorf, Tel.: 0375 303505-0, Fax: 0375 303505-55, www.Paul-lueftung.de

Moderne Häuser - energetisch sinnvoll aber - lufthygienisch mangelhaft
Neunzig Prozent unserer Lebenszeit verbringen wir in Gebäuden. Ob wir arbeiten oder schlafen, fernsehen oder feiern - Wohnung und Haus umgeben uns wie eine zweite Haut.

Wie wir dieses Haus bauen, wie wir heizen und lüften, davon hängen unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit ab. Die gute Isolation und die dichte Bauweise moderner Niedrigenergiehäuser führen zwar zu einer Reduzierung der Wärmeverluste, aber auch zu einer ungenügenden Lüftung - Mensch und Bauwerk können nicht mehr ausreichend atmen.

Daraus resultiert die inzwischen leidvolle Erfahrung, dass die Bewohner über muffig-stickige Raumluft klagen und im Extremfall Feuchtebauschäden und Schimmelpilzbefall auftreten. Werden solche Gebäude nach herkömmlicher Methode (Fenster) ordnungsgemäß belüftet, gehen ca. 50 % der Heizenergie verloren (Lüftungswärmeverluste).

FAQ - Welche Heizleistung hat der Radiator, wenn die Lüftung abgeschaltet ist?

Welche AirCom Zentral-Größe für welchen Raum?

Wir möchten Ihnen eine Faustformel zur Verfügung stellen, mit der wir eine ungefähre Aussage zur Dimensionierung der einzelnen AirCom Zentral Leistungsgrößen machen können. Diese dient lediglich als Hinweis. Besonderheiten des Hauses, der Dämmung etc. sind zu beachten.

Als Faustformel ist annehmbar:
Altbau 75 W / m²
Neubau mit guter Wärmedämmung 50 W / m²
Niedrigenergiehaus 30 W / m²

Bei einer Vorlauftemperatur der Heizung von 70°C ergeben sich folgende Raumgrößen:


Altbau: Neubau: Niedrigenergiehaus:
AirCom Zentral 36/0112; 1005 W ca. 13,4 m² ca. 20,1 m² ca. 33,5 m²
AirCom Zentral 36/0122; 1340 W ca. 17,8 m² ca. 26,8 m² ca. 44,6 m²
AirCom Zentral 36/0132; 1675 W ca. 22,3 m² ca. 33,5 m² ca. 55,8 m²
AirCom Zentral 36/0142; 2010 W ca. 26,8 m² ca. 40,2 m² ca. 67,0 m²

Wie hoch ist die Heizleistung von AirCom Zentral bei abgeschalteter Lüftung?

Die integrierten Heizkörper des Olsberg-Systems AirCom Zentral haben eine Leistung von 1005 bis 2010 W (je nach Gerätegröße). Diese Leistung ist bei freier Konvektion ermittelt worden, d.h. wenn sie ganz normal im Raum aufgehängt werden. Da wir die seitlichen Verkleidungen und die Abdeckung, die sich üblicherweise an den Heizkörpern befinden entfernen und dafür eine Gehäuse um den Heizkörper bauen, das einen etwas erhöhten Strömungswiderstand bietet, liegt die Leistung der Heizkörper bei ausgeschalteten Ventilatoren etwas niedriger und bei eingeschalteten Ventilatoren (da erzwungene Konvektion mit höheren Strömungsgeschwindigkeiten) etwas höher als bei freier Konvektion. Aus unserer Erfahrung sind diese Abweichungen jedoch marginal, so dass sie nicht weiter berücksichtigt werden müssen.

Hat die EnEV in der Fassung 2009 Folgen für die Lüftung eines Wohnraumes?

Ja. Lüftungstechnische Maßnahmen sind geradezu zwingend, da insbesondere bei energetischer Sanierung entsprechend den neuesten Standards der EnEV die Wohnräume sehr stark abgedichtet sind. Zur Einhaltung von Lüftungsstandards gem. DIN 1946-6 kommt man um lüftungstechnische Maßnahmen nicht mehr herum.

Kann durch AirCom Zentral bei gleichzeitigem Betrieb eines Kaminofens im Raum unzulässiger Unterdruck entstehen?

  1. Solange beide Ventilatoren (Zu- und Abluft) in Betrieb sind, herrschen in jeder Einstellung ausgeglichene/neutrale Luftdruckverhältnisse.
  2. Fällt der Zuluft-Ventilator aus, entsteht Überdruck (Höhe bisher nicht gemessen, hängt auch von Raumverhältnissen ab). Dies ist für die Verbrennung im Kaminofen nicht schädlich.
  3. Fällt der Abluft-Ventilator aus, entsteht Unterdruck (Hinweis OLSBERG Ofensysteme: Beim Betrieb eines Kaminofens darf der Unterdruck nicht mehr als 8 Pascal betragen). Wir gehen davon aus, dass dies der Betreiber merkt und dann das Gerät abschaltet.

Ich darf/kann/muss das Fenster mit AirCom Zentral nicht mehr öffnen?!

FAQ - Ich darf/kann/muss das Fenster mit AirCom Zentral nicht mehr öffnen?!

Ist der Luftvolumenstrom von 20 – 60 m³ ausreichend?

Es wird eine Mindestluftwechselrate von 0,5/h gefordert. Bei normalen Wohnräumen mit einer Raumhöhe von 2,5 m und einer Wohnfläche von z.B. 20 oder 48 qm ergibt sich folgende Rechnung:

4 m x 5 m x 2,5 m = 50 m³
0,5 Luftwechsel / h = 25 m³ / h
6 m x 8 m x 2,5 m = 120 m³
0,5 Luftwechsel / h = 60 m³ / h
 
 

Technische Daten

Typ-Nr.:

36/011-2

36/012-2

36/013-2

36/014-2

Abmessung:

595 x 1150 x 195 mm

595 x 1350 x 195 mm

595 x 1550 x 195 mm

595 x 1750 x 195 mm

Gewicht:

65 kg

84 kg

103 kg

120 kg 

Spannung

/ Frequenz

1/N/PE ~ 230 V / 50 Hz

1/N/PE ~ 230 V / 50 Hz

1/N/PE ~ 230 V / 50 Hz

1/N/PE ~ 230 V / 50 Hz

Luftvolumen-

strom:

20 - 60 m³/h

20 - 60 m³/h

20 - 60 m³/h

20 - 60 m³/h

Nennaufnahme
Ventilatoren

8 - 38 W

8 - 38 W

8 - 38 W

8 - 38 W

Schalldruckpegel:

26 - 48 dB(A)

26 - 48 dB(A)

26 - 48 dB(A)

26 - 48 dB(A)